Conversion Tracking mithilfe von Trichtern und Zielen ist ein wichtiges Mittel zur Optimierung der eigenen Websiteziele. In Analytics Systemen wie Google Analytics oder Etracker kann man für jeden einzelnen Schritt im Conversionprozess analysieren wie viele der Besucher hier aussteigen und damit bei bspw. einem Onlineshop kein Geld mehr bringen. Mithilfe von den Klickpfaden der Besucher kann man Optimierungspotenziale erkennen und die Erfolgsquote, die Conversionrate stetig steigern.
Conversion Tracking einrichten
Bei beiden Analytics-Systemen muss man bei den einzelnen Zielseiten einen jeweiligen Trackingcode einbinden. Bei einem typischen Verkaufsprozess wäre das:
- Produktseite
- In den Warenkorb legen
- Warenkorb
- Bezahlen –> Daten eingeben Seite A, B, C, …
- Zahlungsmittel wählen
- Zahlen
- Vielen Dank für den Einkauf
An jedem einzelnen dieser Momente kann der Besucher aussteigen, also ist jeder dieser Schritte für uns interessant. Wie man den Tracking Code bei Google Analytics einbaut ist im folgenden Video anschaulich erklärt:
Bei Etracker geht man auf “Setup/Tracking-Code” und fügt den generierten Code auf der Zielseite ein.
“Trichter” und was sie uns bringen
Sowohl bei Google als auch bei Google Analytics können wir uns diesen Prozess nun als “Trichter” anzeigen lassen. Bei Etracker sieht das dann wie folgt aus:
Schon auf den ersten Blick sieht man zum Einen den Vorteil einer solchen Visualisierung: Es wird einem sehr einfach klar, dass von Schritt zu Schritt viele mögliche Kunden verloren gehen.
Bei Google Analytics bekommen wir neben den Trichtern die Ausstiegsseiten angezeigt. Bei Etracker auch, doch hier haben wir ein noch viel interessanteres Feature zu Optimierungszwecken.
Klickpfade zur Conversionoptimierung
- Man nehme eine beliebige Ausstiegsseite
- Man analysiere wohin die Besucher gehen
- verlassen sie die Seite komplett, sind also evtl.
- vergrault
- enttäuscht
- fanden nicht was sie finden wollten
- verschwinden auf Unterseiten zum
- weitershoppen –> mal gut, mal weniger, wenn sie letztendlich doch nicht kaufen
- nichts tun, sie wurden einfach nur abgelenkt?
- weitershoppen –> mal gut, mal weniger, wenn sie letztendlich doch nicht kaufen
- verlassen sie die Seite komplett, sind also evtl.
Visualisiert sieht das bei Etracker so aus:
Dank dieser Visualisierung (hier bei einer Englisch-Hilfe Seite) können wir klar erkennen über welche Kanäle unsere Besucher überhaupt erst kamen, daraus können wir ableiten
- Welches Interesse sie haben
- Welche Marketingkanäle besonders effektiv waren
- dass evtl. Seiten, die eigentlich zu diesem Punkt weiterleiten sollten nicht funktionierten
und zum anderen erkennen wir, und das ist noch viel interessanter wohin unsere Besucher dann verschwinden, woraus wir folgendes ableiten können
- Was für unnötige Ablenkungen vorhanden sind
- Dass unsere eigentliche Zielseite evtl. mehr in den Mittelpunkt gerückt werden müsste
- Dass wir evtl. unsere Seite vereinfachen müssten
Nehmen wir einmal an, dass auf einem der Zwischenschritte hin zur Conversion uns 70% der Besucher abhanden kommen. Dann kann es sein, dass die Seite zu kompliziert ist. Vielleicht müssen wir sie vereinfachen. Oder aber auf einer der Seiten klicken alle unsere Besucher auf etwas auffälliges in der Sidebar. Sie werden zu sehr abgelenkt, und es könnte die Conversionrate erhöhen wenn wir die Sidebar einfach rauslassen.
Was nimmt unser Besucher überhaupt wahr, in welchen Bereich gehören unsere Call-to-Action Buttons?
Heatmaps – Was dem Besucher auffällt
Bei Etracker hat man mit Visitor Motion die Möglichkeit sich Heatmaps anzeigen zu lassen. Das sieht dann bspw. so aus:
![]()
Wie man das von einem Wärmebild kennt ist in Rot angezeigt, wo der Besucher hauptsächlich hinschaut und umso “kälter” die Farben werden umso weniger nimmt der Besucher diese Bereicht wahr. Wäre diese Seite eine reine Landingpage wäre es also sinnvoll die Navigationsleiste links komplett herauszunehmen, da sie nur vom eigentlichen Kaufprozess ablenkt.
Heatmaps nutzen also zur
- Identifikation von Ablenkungen
- Identifikation von besonders sichtbaren Bereichen
Wissen wir wohin der Besucher bevorzugt blickt wissen wir auch wo der “kaufen”-Button hinsollte
Wer also ernsthafte Conversionoptimierung betreiben will sollte intensiv mit dem Analytics-System seiner Wahl arbeiten.
Noch Fragen? Ich antworte gerne in den Kommentaren
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Februar 24th, 2011
Jannick Erben
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Sehr schöne, gut strukturierte Übersicht. Das mit den Fragen stellen probiere ich gleich mal
Woher weiß Etracker denn welche Bereiche der Besucher wahrnimmt und welche nicht?
Gruß
Einerseits weiß Etracker natürlich wohin geklickt wird, andererseits analysieren sie auch Dinge wie Mausbewegungen etc. Dafür gibt es auch wieder spezielle Visualisierungen. Die Daten von Etracker sind sehr zuverlässig, natürlich nicht so perfekt wie zum Beispiel Studien mit echten Testern, bei denen die Augenbewegungen analysiert werden. Das geht dann allerdings richtig ins Geld
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